EEG steht für erneuerbare-Energie-Gesellschaft.
Eine Energiegemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen, Unternehmen oder Gemeinden, die gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen, nutzen und teilen. Das Ziel ist es, lokal erzeugte Energie effizient zu nutzen, Kosten zu sparen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
In Österreich sind Energiegemeinschaften durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) geregelt. Sie ermöglichen es, überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen wie Solar, Wind oder Wasserkraft innerhalb der Gemeinschaft zu teilen.
Mitglieder können sowohl Produzenten (z. B. Besitzer von Photovoltaikanlagen) als auch Verbraucher (z. B. Haushalte oder Betriebe) sein. So entsteht ein flexibles, nachhaltiges und wirtschaftliches Energiesystem, das die Energiewende aktiv vorantreibt.
Energiegemeinschaften machen es einfacher, von erneuerbarer Energie zu profitieren – lokal, fair und unabhängig.
Eine Energiegemeinschaft basiert auf dem Prinzip des Teilens von erneuerbarer Energie. Hier ist eine einfache Übersicht, wie sie funktioniert:
- Erzeugung von Energie: Mitglieder der Gemeinschaft betreiben Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, wie Photovoltaikanlagen, Windräder oder Wasserkraftwerke.
- Verteilung der Energie: Die erzeugte Energie wird in das lokale Stromnetz eingespeist und steht allen Mitgliedern zur Verfügung. Die Verteilung erfolgt digital und transparent.
- Nutzung der Energie: Mitglieder können den erzeugten Strom für ihre Haushalte, Betriebe oder andere Zwecke nutzen. Überschüssige Energie wird innerhalb der Gemeinschaft weitergegeben, bevor sie ins allgemeine Stromnetz fließt.
- Abrechnung: Die Kosten und Einnahmen werden gerecht aufgeteilt. Verbraucher zahlen in der Regel weniger, weil sie direkt von der Gemeinschaftsenergie profitieren, während Produzenten Einnahmen für ihre Energieerzeugung erhalten.
- Technische Unterstützung: Smart-Meter-Technologie und digitale Plattformen machen die Verwaltung und Verteilung der Energie effizient und nachvollziehbar.
Das Ziel: Energie lokal erzeugen und nutzen, Kosten senken und stabilisieren sowie die Umwelt schonen – und das alles in einer starken, solidarischen Gemeinschaft!
Nein! - Das ist nicht notwendig. Der bestehender Stromliefervertrag bleibt grundsätzlich bestehen, auch wenn Sie Mitglied einer Energiegemeinschaft werden. Hier sind die Details:
- Zusätzliche Energiequelle:
- Die Energiegemeinschaft liefert Ihnen erneuerbare Energie als Ergänzung zu Ihrem bisherigen Stromvertrag.
- Sie nutzen zuerst den Strom aus der Gemeinschaft, und falls Ihr Bedarf höher ist, wird der Rest wie gewohnt von Ihrem Stromlieferanten gedeckt.
- Keine Kündigung erforderlich:
- Ihr Vertrag mit dem bisherigen Stromanbieter bleibt unverändert bestehen. Es ist keine Kündigung oder Änderung nötig.
- Kostenvorteile:
- Durch die Nutzung der günstigen Energie aus der Gemeinschaft können sich Ihre Stromkosten reduzieren. Der Anteil aus der Energiegemeinschaft wird separat verrechnet.
- Flexible Integration:
- Die Energiegemeinschaft arbeitet mit dem bestehenden Stromnetz und Ihrem Stromlieferanten zusammen. Das macht die Teilnahme einfach und unkompliziert.
Kurz gesagt: Ihr bisheriger Stromlieferant bleibt an Ihrer Seite, aber Sie profitieren zusätzlich von den Vorteilen der erneuerbaren Energie aus der Gemeinschaft. Das Beste aus beiden Welten!
Nichts! - Dann übernimmt der Stromlieferant wie bisher die Stromlieferung in gewohnter Qualität.
Leider nein. - Gibt es einen lokalen Stromausfall dann kann auch die EEG die Stromlieferung nicht übernehmen. Für diese Zeit wird kein Strom geliefert.
Nein. - Die EEG liefert Strom nur dann wenn innerhalb der EEG ein Überschuss vorhanden ist. Nur dieser Umfang kommt dann zur Abrechnung.
In Österreich gibt es zwei Hauptarten von Energiegemeinschaften, die im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) definiert sind:
1. Lokale Energiegemeinschaften (LEG)
- Mitglieder und Anlagen befinden sich innerhalb einer örtlich begrenzten Region (z. B. ein Dorf, ein Stadtteil).
- Ziel ist die direkte Nutzung der erneuerbaren Energie in der Nähe des Erzeugungsorts.
- Vorteile: Geringe Netzgebühren und hohe Effizienz durch kurze Transportwege.
2. Regionale Energiegemeinschaften (REG)
- Mitglieder und Anlagen sind über eine größere Region verteilt, aber innerhalb desselben Netzbereichs (z. B. mehrere Gemeinden oder Bezirke).
- Ermöglicht einen breiteren Zugang zur Energie und fördert regionale Zusammenarbeit.
- Vorteile: Mehr Teilnehmer und flexiblere Nutzung von Energiequellen.
Beide Arten von Energiegemeinschaften sind offen für:
- Private Haushalte,
- Unternehmen,
- Gemeinden,
- und andere Organisationen.
Das Ziel bleibt immer gleich: Erneuerbare Energie gemeinsam nutzen, Kosten sparen und die Umwelt schützen. Sie können entscheiden, welche Form der Gemeinschaft am besten zu Ihren Bedürfnissen passt!
Für die Teilnahme an einer Energiegemeinschaft sind in der Regel keine großen Umbauten notwendig. Allerdings gibt es ein paar technische Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen:
- Smart Meter (intelligenter Stromzähler):
- Ein Smart Meter ist erforderlich, um die genaue Erzeugung und den Verbrauch von Energie digital zu erfassen.
- Die meisten Haushalte und Betriebe in Österreich sind bereits mit einem Smart Meter ausgestattet. Falls nicht, erfolgt der Einbau durch Ihren Netzbetreiber.
- Zugang zur digitalen Plattform:
- Die Energiegemeinschaft wird meist über eine Plattform verwaltet, über die Mitglieder ihren Verbrauch und ihre Erzeugung einsehen können. Dafür wird ein Internetzugang benötigt.
- Keine weiteren Umbauten nötig:
- Wenn Sie nur Energie beziehen möchten, ist keine zusätzliche Installation notwendig.
- Falls Sie selbst erneuerbare Energie erzeugen möchten (z. B. durch eine Photovoltaikanlage), müssen diese Anlagen natürlich vorhanden sein oder installiert werden.
Gut zu wissen:
Die Teilnahme ist bewusst einfach gestaltet, damit möglichst viele Menschen ohne große Investitionen mitmachen können. Ihr Beitrag zur Energiewende beginnt mit wenigen Schritten!
Um herauszufinden, an welcher Trafostation oder welchem Umspannwerk Ihr Haushalt oder Betrieb angeschlossen ist, können Sie folgende Schritte unternehmen:
- Netzbetreiber kontaktieren:
- Ihr regionaler Netzbetreiber (z. B. Energieversorger) ist für den Betrieb und die Wartung der Trafostationen zuständig.
- Sie finden die Kontaktdaten Ihres Netzbetreibers auf Ihrer Stromrechnung.
- Eine kurze Anfrage per Telefon oder E-Mail reicht oft aus, um diese Information zu erhalten.
- Stromrechnung prüfen:
- Auf Ihrer Stromrechnung ist oft die Netzebene oder Trafostation vermerkt, die Ihren Anschluss versorgt. Falls nicht, kann Ihr Netzbetreiber Ihnen Auskunft geben.
- Smart Meter Portal nutzen:
- Wenn Sie einen Smart Meter installiert haben, können Sie sich in das Online-Portal Ihres Netzbetreibers einloggen. Dort sind oft technische Informationen über Ihren Anschluss hinterlegt.
- Ansprechpartner in Ihrer Gemeinde:
- Viele Gemeinden arbeiten eng mit Netzbetreibern zusammen und können bei Bedarf weiterhelfen.
Warum ist das wichtig?
Die Information über Ihre Trafostation oder Ihr Umspannwerk ist besonders nützlich, wenn Sie einer Energiegemeinschaft beitreten möchten. Mitglieder einer lokalen Energiegemeinschaft müssen am selben Netzbereich angeschlossen sein, was durch die Trafostation definiert wird. Ihr Netzbetreiber hilft Ihnen schnell und unkompliziert weiter!
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